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Wogau-Bericht zur Europaeischen Sicherheitsstrategie 2009



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Interview in Deutschlandradio Kultur: Es ist richtig, Pakistan stärker einzubeziehen- Von Wogau begrüßt Obamas neue Afghanistan-Strategie


Die strategische Neuausrichtung des US-Engagements in Afghanistan stößt bei EU-Politikern auf positive Resonanz. Karl von Wogau, Vorsitzender des für Sicherheitspolitik zuständigen Unterausschusses des Europäischen Parlamentes (CDU), hält es für den richtigen Weg, künftig Pakistan stärker in die Strategie einzubeziehen.

Man habe erlebt, dass Ausbildungslager auf der afghanischen Seite zerstört, aber auf der pakistanischen Seite neu erstanden seien, sagte von Wogau. "Es ist ganz klar: Allein die Entsendung zusätzlicher Soldaten wird das Problem nicht lösen. Der Ansatz muss sein, dass man die Afghanen langfristig selbst in die Lage versetzt, für Sicherheit im eigenen Lande zu sorgen", so der CDU-Politiker wörtlich. Jetzt sei es ein Test für die NATO, ob sie in der Lage sei, die enge Verzahnung zwischen dem Zivilen und dem Militärischen - ähnlich dem Ansatz der Europäischen Union - in der Realität durchzuführen.

In diesem Zusammenhang warnte von Wogau jedoch davor, das Bündnis künftig zu einer Art "Weltpolizei" umzufunktionieren: "Die NATO ist und bleibt in erster Linie ein Verteidigungsbündnis. Sie hat neue Aufgaben übernommen, aber es wäre nicht richtig, die NATO zu einer zweiten Version der Vereinten Nationen aufzubauen."

Mit Blick auf die heute beginnende Afghanistan-Konferenz in Moskau betonte von Wogau die Notwendigkeit, den NATO-Russland-Rat wiederzubeleben. "Ich habe es für einen Fehler gehalten, während des Georgien-Konfliktes diesen einzufrieren. Denn ich bin der Auffassung, bei einem derartigen Konflikt gibt es zwei Notwendigkeiten. Erstens, dass man klar reagiert und zweitens aber, dass man alle bestehenden Gesprächskanäle aufrecht erhält", so der Sicherheitspolitiker weiter. Der Dialog mit Russland müsse auch im Hinblick auf Afghanistan wieder stärker in Gang kommen.

Das Interview mit Karl von Wogau können Sie in unserem Audio-Angebot nachhören: MP3-Audio

Artikel auf der Internetseite von Deutschlandradio Kultur



© Karl von Wogau 2009
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